Mittwoch, 8. Mai 2019 | 20 Uhr

Stunde der Orgel: Léon Berben (Köln)

 

„Mit Meister Arp von Amsterdam nach Hamburg“

 

ANONYM                                           Praeludium a 5 Vocum in G

Aus der Lüneburger Orgeltabulatur

 

 

MATTHIAS WECKMANN                 O Lux beata trinitas

(1616-1674)                                         Primus Versus a 5 Im vollen Werck

Secundus Versus a 4. Choral in Cantu (manualiter vel si placet pedaliter)

Tertius Versus a 4

Quintus Versus Auff 2 Clavier

Sextus a 5 Im vollen Werck

 

DIETRICH BUXTEHUDE                   Praeludium in g

(1637-1707)                                         BuxWV 163

 

JAN PIETERSZOON SWEELINCK     O Gott du unser Vater bistSwWV 308

(1562 – 1621)                                       Fantasia  CrommaticaSwWV 258

 

JAKOB PRAETORIUS                        Vater unser im Himmelreich

(1586-1651)                                         Vers 1 (Manualiter a 4)

Vers 3

Vers 4 (pedaliter)

Vers 5 (a 3 auff 2 clav)

 

DIETRICH BUXTEHUDE                   Te Deum Laudamus

BuxWV 218 

(Praeludium)

Te Deum laudam(us)

Te Martyrum, a 2 Clav et ped.

Pleni sunt coeli et terra

Tu devicto cum 4 subjectis 

 

Eintritt 10/8 Euro

 

Léon Berben darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation der »Alten Musik«-Szene aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart.

 

Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem »Diapason d’Or«, dem »Choc« von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.

 

Léon Berben wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag als letzter Schüler von Gustav Leonhardt wie auch bei Rienk Jiskoot, Ton Koopman und Tini Mathot, und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab.

 

Er ist als Titular-Organist verbunden an der historischen Orgel der St.-Andreas Kirche in Ostönnen - nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (c.1425/1721) – und betreut in dieser Funktion die dortige Konzertreihe mit.

 

Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte wie z.B. Klavier Festival Ruhr, Internationaal orgelfestival Haarlem, Schleswig Holstein Musik Festival, Bodensee Musikfestival, Festival oude muziek Utrecht, Rheingau Musikfestival, Bach Festival Montréal, Festival de Saintes, Lucerne Festival, Festival de Música Antiga de Barcelona.

 

Zu seinen Kammermusikpartnern gehört u.a. Concerto Melante, ein Ensemble der Berliner Philharmoniker.

 

Bild: Christoph Frommen
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